Zeitpunkt Empfängnis

Empfängnis – eine Frage des richtigen Zeitpunktes

Sie wollen ein Baby und möchten nichts dem Zufall überlassen? Wir haben alle relevanten Informationen bezüglich Eisprung und Empfängnis für Sie zusammengetragen.

Der richtige Zeitpunkt ist wichtig

Kennen Sie Ihren Zyklus genau? Wissen Sie, wann Sie Ihren Eisprung haben? Viele Frauen sind sich der Vorgänge in ihrem Körper nicht oder nur mangelhaft bewusst. Und dabei ist der “richtige Zeitpunkt” entscheidend für eine Empfängnis. Voraussetzung für eine baldige Empfängnis ist natürlich auch ein regelmässiger Zyklus. Notieren Sie Ihre “Tage” regelmässig? Haben Sie einen unregelmässigen, verkürzten oder verlängerten Zyklus? Unter Umständen kann dies den Eisprung verzögern oder ganz verhindern. Optimal ist ein Zyklus von 28 Tagen. Sollten Sie hier grössere Abweichungen feststellen, ist es ratsam, Ihren Gynäkologen aufzusuchen.

Die vorherige Einnahme der Pille hingegen hat keinen nachteiligen Einfluss auf die Empfängnis. Es wird sogar vermutet, dass die Pille die Wahrscheinlichkeit für eine nachfolgende Empfängnis verbessert, da unter Ihrer Wirkung der Zyklus regelmässig stattfindet. Einige Frauenärzte empfehlen sogar die vorübergehende Einnahme der Anti-Baby-Pille, damit sich ein unregelmässiger Zyklus wieder normalisiert. Experimentieren Sie aber hier besser nicht selbst herum, sondern wenden Sie sich im Zweifelsfall an Ihren Frauenarzt.

Doch was ist nun der richtige Zeitpunkt für die Empfängnis? Überlassen Sie Ihr Baby-Glück nicht dem Zufall, sondern gehen Sie planvoll vor. Ausschlaggebend für die Ermittlung des Eisprungs ist der erste Tag der letzten Periode. Dieser Tag ist der Beginn des neuen Zyklus. Die alte Schleimhaut wird abgestossen (Menstruation) und das neue Ei beginnt zu reifen. Diese Reifung ist ein sehr komplizierter und nicht in allen Details erforschter Prozess, weshalb wir uns im Folgenden nur auf die für Sie relevanten Informationen beschränken wollen. Im Normalfall geht man von einem 28-Tage-Zyklus aus. Der Eisprung selbst findet in der Mitte des Zyklus, also am 14. Tag nach dem Beginn der Periode statt. Sie sind allerdings nicht nur an diesem Tag fruchtbar. Da sich die männlichen Spermien einige Zeit im Körper der Frau aufhalten können, geht man von einer fruchtbaren Phase etwa vom 10. bis am 15. Tag des Zyklus aus. Beachten Sie aber, dass der Zyklus bei jeder Frau unterschiedlich sein kann. Es sind daher nur Richtwerte, an denen Sie sich orientieren können. Falls Sie nicht selber rechnen wollen, finden Sie im Internet auch zahlreiche Fruchtbarkeits- und Eisprungrechner. Hier müssen Sie nur den ersten Tag Ihrer letzten Periode sowie Ihre durchschnittliche Zykluslänge eintragen und Sie erfahren per Knopfdruck, wann Ihr Eisprung stattfindet und welche Ihre fruchtbaren Tage sind.

Anzeichen des Körpers

Es gibt jedoch auch Anzeichen Ihres Körpers, die einen Hinweis auf Ihre Fruchtbarkeit liefern können. Falls Sie Ihren Körper gut kennen und sich der Vorgänge im Rahmen des Monatszyklus bewusst sind, dann sollten Sie auch diese Anzeichen in Ihre Berechnungen mit einbeziehen:

Zervix-Schleim: Dieser Schleim war sicher bisher für Sie bestenfalls ein unangenehmer Begleiter. Im Rahmen der Empfängnis-Planung ist er jedoch nicht zu vernachlässigen. Er signalisiert sehr genau, wann Sie fruchtbar sind und wann nicht. Normalerweise hat der Schleim eher empfängnisverhütende Wirkung. Ausserhalb der fruchtbaren Tage verschliesst er den Gebärmutterhals wie ein Pfropfen und sorgt dafür, dass keine Krankheitserreger oder sonstigen Keime in die Gebärmutter eindringen können. Er enthält in dieser Zeit sogar Spermizide. Damit eine Empfängnis dennoch möglich ist, verändert der Zervix-Schleim an den fruchtbaren Tagen seine Konsistenz und wird damit durchlässig für die männlichen Spermien. Diese Veränderung können Sie einfach erkennen: ist der Schleim an normalen Tagen eher dick und weisslich, so wird er einmal im Monat klar und durchsichtig wie Eiweiss. An diesen Tagen sind Sie fruchtbar! Nutzen Sie diesen Schleim für Ihre Planung, er ist das sicherste Zeichen für die fruchtbaren Tage.

Körpertemperatur: Die Körpertemperatur von Frauen im gebärfähigen Alter schwankt zyklusbedingt um 0.5 bis 1 Grad. Wenn Sie ein Thermometer besitzen, welches solche geringen Nuancen anzeigt (ein normales digitales Fieberthermometer tut dies), dann können Sie auch mittels der Temperatur-Methode Ihre fruchtbaren Tage bestimmen. Dabei sollten Sie die Körpertemperatur am besten morgens vor dem Aufstehen immer zur gleichen Zeit messen und akribisch notieren. Normalerweise haben Sie eine Körpertemperatur zwischen 36.5 und 36.8 Grad. Kurz vor dem Eisprung steigt diese Temperatur um circa 0.5 Grad auf etwa 37 Grad an und bleibt bis kurz vor Eintreten der neuen Blutung auf diesem Niveau. Sollten Sie also einen leichten Temperaturanstieg beobachten, dann steht der Eisprung höchstwahrscheinlich kurz bevor.

Tabelle Empfängnis
Wichtig: Mittels der Körpertemperatur lassen sich einfach die fruchtbaren Tage ermitteln. Zur Empfängnisverhütung ist die Temperaturmethode allerdings nicht geeignet, da sie nicht sicher genug ist. Stressfaktoren oder Krankheiten können die Körpertemperatur jederzeit aus dem Rhythmus bringen und zu ungewollten Schwangerschaften führen!

Lustempfinden: Sicher ist Ihnen schon aufgefallen, dass Ihr Lustempfinden nicht immer gleich gross ist. Es gibt Tage, da ist nur der Gedanke an Sex eine Qual, an anderen Tagen wiederum macht es Sie fast wahnsinnig, wenn Ihr Partner nicht “verfügbar” ist. Auch diese Lustschwankungen können ein klares Indiz für Ihre Fruchtbarkeit sein. Die Natur hat es so eingerichtet, dass Frauen besonders lustvollen Sex erleben, wenn dieser innerhalb der fruchtbaren Zeit stattfindet. Neueste Studien belegen sogar, dass Männer dies ebenfalls über den Geruchssinn wahrnehmen. Die Natur ist also durchaus daran interessiert, dass Sie schnellstmöglich schwanger werden. Am besten geben sie sich beide diesen Empfindungen hin. Das macht ohnehin mehr Spass als das nüchterne Berechnen des Eisprungs.

Mittelschmerz: Beim Mittelschmerz handelt es sich nicht wirklich um einen Schmerz, sondern mehr um ein Ziehen im Unterleib. Viele Frauen berichten auch, dass sich ihr Unterleib an den fruchtbaren Tagen “irgendwie schwer” anfühlte. Vertrauen Sie auf dieses komische Gefühl, es verrät Ihnen recht sicher, wann Ihre fruchtbaren Tage stattfinden.

Es gibt aber auch nicht wenige Frauen, die den Eisprung selbst spüren. Dieser äussert sich oft in Form eines kurzen Schmerzes, der aber auch einige Minuten anhalten kann. In seltenen Fällen kann es hierbei auch zu einer leichten Blutung kommen, der sogenannten Ovulationsblutung. Sollten Sie zu den Frauen gehören, die den Eisprung spüren, dann sollten Sie keine Zeit verlieren: Sie sind nur noch am Tag des Eisprungs sowie am folgenden Tag fruchtbar.

Kombinierte Planung

Natürlich können Sie die genannten Planungsmethoden auch kombiniert anwenden. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden und Sie lernen dabei Ihren Körper optimal kennen. So sollten jedoch auch beachten, dass die Anzeichen des Körper diffus sein können und keinen rechten Schluss auf die fruchtbare Phase zulassen. Insbesondere Stress, Krankheiten, die Einnahme von Medikamenten sowie der Übermässige Konsum von Alkohol oder anderen Genussmitteln, kann sowohl den Zyklus als auch die Zyklus-Anzeichen aus dem Gleichgewicht bringen. Voraussetzung für eine funktionierende Empfängnis-Planung ist überdies ein regelmässiger Monatszyklus um die 28 Tage herum. Sollten Sie hier Abweichungen bemerken, dann müssen Sie zunächst Ihren Frauenarzt aufsuchen.

Planung nicht übertreiben

Einen ganz wichtigen Tipp zum Schluss haben wir noch für Sie: übertreiben Sie es nicht mit der Planung Ihrer Empfängnis. Gehen Sie entspannt auf diese Aufgabe zu und setzen Sie auch Ihren Partner nicht unter Druck. Das Lustempfinden ist bei der Empfängnis ein nicht zu unterschätzender Faktor. Die Natur hat es so eingerichtet, dass die Fortpflanzung Freude und Lust bereitet. Entsprechend ist die Wahrscheinlichkeit für eine Empfängnis umso grosser, je mehr Spass sie macht. Das bedeutet für die Frau, dass mit grösserer Wahrscheinlichkeit eine Schwangerschaft zustande kommt, wenn die Frau beim Zeugungsakt einen Orgasmus hatte. Die Erklärung ist logisch: beim Orgasmus erweitern sich die Gefässe und auch der Muttermund wird erweitert und erleichtert damit den Durchgang der Spermien. Aber auch Männer reagieren empfindlich und der Erfolg der Zeugung hängt genauso gut von Ihnen ab. Setzen Sie Ihren Partner zu sehr unter Druck, kann das die Spermienqualität negativ beeinflussen. Je mehr Sie sich also in die Zeugung hineinsteigern und Erwartungsdruck aufbauen, desto schwerer und unwahrscheinlicher wird der Erfolg Ihrer Familienplanung. Am besten gehen Sie locker und mit Humor an die Sache heran und geniessen den Spass an Ihrer neuen “Aufgabe”.

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