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Erstausstattung fürs Baby, Teil 1 – das brauchen Sie wirklich

Sie sind schwanger und wollen sich optimal auf Ihr Kind vorbereiten? Das ist gut so. Denken Sie beizeiten daran, was Sie in Zukunft alles benötigen werden und tätigen Sie die wichtigsten Anschaffungen vor der Geburt. Denn eines ist gewiss: ist das Baby erst da, dann haben Sie keine Zeit mehr für ausgiebige Shopping-Touren.

Doch was braucht es wirklich am Anfang für’s Baby? Und müssen Sie alles neu kaufen? Gerade junge Paare, die zum ersten Mal ein Kind erwarten, streifen gern durch die Babyausstatter und betrachten sehnsüchtig die ausgestellten Artikel. Wenn Sie nicht aufpassen, kann die Erstausstattung für’s Baby schnell in einer ruinösen Materialschlacht ausarten. Wie Sie das vermeiden und wie Sie wirklich nur das anschaffen, was es wirklich braucht, das haben wir für Sie zusammengetragen:

Das benötigen Sie unbedingt

Babybett: Die meisten Mütter finden es äusserst praktisch, wenn das Baby bereits von Beginn weg im eigenen Babybett schläft. Im Babybett brauchen Sie ein Moltontuch als Kissenersatz, eine Matratze mit Matratzenschoner und 1-2 Spannbettlaken.

Schlafsack: Neugeborene Babys können am Anfang noch nicht mit einem Oberbett schlafen, die Gefahr, dass es sich die Decke über den Kopf zieht und darunter erstickt ist zu gross. Daher empfehlen wir die Anschaffung von mindestens 2 Babyschlafsäcken. Diese gibt es in allen gängigen Babyausstattern in verschiedenen Grössen und für die verschiedenen Jahreszeiten.

Babykleidung: Wir empfehlen die Anschaffung von ausreichend Babykleidern für die ersten 3 Monate (das entspricht etwa den Grössen 50 bis 62). Beachten Sie auch den Wechsel der Jahreszeiten. Kommt Ihr Baby im Sommer auf die Welt, dann können Sie sich auf einige Strampler und leichte Mützchen beschränken. Erwarten Sie hingegen ihr Baby im Winter, dann sollten Sie zusätzlich noch warme Söckchen und Jäckchen einkaufen.

Stoffwindel als Putzläppchen und Spucktücher: Wird oft vergessen, ist aber dringend empfohlen: Spucktücher. Am besten kaufen Sie Stoffwindeln, die sind sehr saugfähig und gross genug. Babys spucken und erbrechen oft nach dem Stillen, daher sollten Sie ein solches Tuch immer zur Hand haben. Diese Tücher werden Sie noch jahrelang im Einsatz haben, besonders beim ersten Brei, aber auch später, wenn am Tisch mal wieder ein Getränk umgestossen wurde. Kaufen Sie daher besser gleich 10 oder mehr dieser Tücher.

Wickeltisch/-kommode und Wickelunterlage: Es empfiehlt sich die Anschaffung einer stabilen Wickelkommode, die über ausreichend Stauraum für Windel-Utensilien und Babykleidchen verfügt. So haben Sie immer alles griffbereit. Bedenken Sie auch, dass Sie die Wickelkommode mindestens während der kommenden 3 Jahre täglich nutzen werden! Wichtig ist auch, dass Sie auf der Wickelkommode eine weiche Wickelmatte haben. Diese sollte abwaschbar und an den Rändern erhöht sein, damit Ihr Baby nicht vom Wickeltisch fallen kann.

Wickel-Utensilien: Hier können Sie sich getrost auf die wichtigsten beschränken: Windeln Grössen 1-2 (eher Grösse 2), Feuchttücher, Windelsäckchen (geeignet sind übliche Haushaltsäckchen zum geruchsdicht Verschliessen der gebrauchten Windel), Zink-Creme (Babys haben oft einen roten Po)

Babybadewanne mit Badethermometer: Sie sollten Ihr Baby einmal in der Woche baden. Ideal sind Babybadewannen mit einem Aufsatz für Ihre grosse Badewanne, dann müssen Sie sich nicht bücken und wenn mal ein Tropfen danebengeht, gibt es nicht gleich eine Überschwemmung. Ausserdem ist ein Badethermometer unerlässlich. Sehr nützlich zum Waschen des Babys ist ausserdem ein kleiner Naturschwamm.

Fieberthermometer: Kleine Babys haben oft etwas Fieber. Der Kinderarzt wird die genaue Höhe der Körpertemperatur wissen wollen. Daher empfehlen wir den Kauf eines speziellen Fieberthermometers für Ihr Baby. Sehr praktisch sind dabei solche Thermometer, die die Temperatur im Ohr messen. Etwas genauer, aber mühsam in der Handhabung, sind herkömmliche Thermometer, mit denen Sie die Temperatur rektal messen müssen.

Kapuzenbadetücher: Sehr praktisch für nach dem Babybad sind Kapuzenbadetücher. Da ist das Baby von Kopf bis Fuss warm eingepackt und muss nach dem Bad nicht frieren. Kaufen Sie das Tuch gern einige Nummern grösser, dann können Sie es ein bis zwei Jahre lang nutzen.

Kinderwagen: Sicher benötigen Sie für die erste Zeit einen Kinderwagen, aber Sie müssen nicht gleich das High-End-Modell kaufen. Bedenken Sie, dass Sie spätestens wenn das Kind ein halbes Jahr alt ist, auf einen kleinen wendigen Buggy umsteigen werden. Im Idealfall können Sie einen gebrauchten Wagen ausleihen oder ersteigern. Wichtig ist, dass der Wagen flexible Vorderräder besitzt. Moderne Designerwagen sind zwar optisch nett anzuschauen, aber oft nicht sehr praktisch. Der Wagen sollte gut gefedert sein und eine herausnehmbare Baby-Tragetasche enthalten.

Fusssack für Kinderwagen: Spätestens ab dem Herbst brauchen Sie einen solchen Fusssack. Sollte Ihr Baby in der kalten Jahreszeit geboren werden, empfiehlt sich ein ganz kleiner Fusssack (zum Beispiel der Odenwälder Muckisack). Später werden Sie einen grösseren Fusssack benötigen. Der Sack sollte auf der Rückseite fünf Löcher für die Kinderwagengurte enthalten. Im Idealfall lässt sich die Oberseite mit einem Reissverschluss komplett entfernen oder aufklappen.

Babytrage: Die meisten Babys wollen von Geburt an am Körper der Mutter getragen werden. Deshalb empfehlen wir dringend die Anschaffung einer Babytrage oder eines Tragetuches. Dies werden Sie am Anfang häufiger brauchen als den Kinderwagen. Die Babytrage wird oft über den reinen Transport auch zuhause beim Kochen, Putzen oder einfach nur beim Zeitunglesen genutzt. Unterschätzen Sie den Wert einer solchen Trage nicht, Sie werden diese sicher beizeiten brauchen!

Baby-Schale: Falls Sie Ihr Baby im Auto transportieren wollen, müssen Sie es gemäss Strassenverkehrsordnung vorschriftsmässig sichern und anschnallen. In den ersten sechs Monaten werden Sie hierfür eine Baby-Schale, auch Maxi-Cosi genannt, nutzen. Wir empfehlen hier den Kauf eines neuen Produktes. Lassen Sie Sich dafür im Fachgeschäft beraten.

Wickeltasche: Wenn Sie mit Ihrem Baby unterwegs sind, werden Sie in den ersten Jahren immer eine Wickeltasche mitnehmen. Dort haben Sie immer alles dabei: Windeln, Feuchttücher, Fläschchen. Beachten Sie, dass oft die Geburtenstationen der Krankenhäuser als “Entlassungsgeschenk” eine solche Wickeltasche offerieren. Stürzen Sie sich daher nicht unnötig in grössere finanzielle Ausgaben. Eventuell können Sie eine solche Tasche auch gebraucht erwerben.

Stillkissen: Egal ob Sie stillen oder nicht: ein Stillkissen ist ein wahrer Segen. Es ist äusserst praktisch beim Stillen oder Flasche geben und verhindert Rückenschmerzen. Ausserdem kann man tagsüber eine U-förmige Wurst aus dem Kissen machen und das Baby dort hineinlegen. Da liegt es sicher und geschützt und fühlt sich durch die enge Begrenzung wie bei Mami im Bauch!

Fläschchen und Still-Utensilien: Unabhängig davon ob Sie Ihr Baby stillen: Babyfläschchen werden Sie immer brauchen, auch in der Zeit nach dem Stillen. Für stillende Mütter empfehlen wir ausserdem dringend eine Brustpumpe. Es macht Sie etwas unabhängiger wenn Sie mal etwas Mich abpumpen können und einen Abend mit einer Freundin ins Kino gehen wollen. Manchmal ist aber auch einfach zu viel Milch da und es schafft Erleichterung, wenn man diese Milch abpumpen kann. Wir empfehlen hierbei eine Pumpe die manuell zu bedienen ist, dann kommt frau sich nicht ganz so vor wie eine Melkkuh… Ebenfalls zu empfehlen ist ein kleines Milchthermometer. Mit diesem können Sie die Temperatur der erwärmten Milch kontrollieren.

Notvorrat Babymilch: Sicher: Sie wollen Ihr Baby mindestens 6 Monate lang voll stillen. Aber machen Sie sich keine Illusionen: der kleinste Stress, die kleinste Anstrengung, und Sie haben plötzlich keine oder nur wenig Milch. Wir empfehlen daher dringend, immer einen Notvorrat Babymilch im Haus zu haben. Und sei es nur darum, sich damit zu beruhigen.

Schnuller: Schnuller sind etwas zum Streit-Thema geworden und darum listen wir es hier ganz zum Schluss auf. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es besonders in der mühsamen Anfangsphase enorm beruhigend sein kann, wenn man dem Baby einen Schnuller gibt. Babys wollen am liebsten die ganze Zeit an irgendwas nuckeln, und mal ehrlich: wollen Sie Ihr Baby den ganzen Tag an der Brust haben oder ihm ständig den kleinen Finger in den Mund stecken damit es sich beruhigt? Der Saugreflex beruhigt das Baby, und warum soll man ihm nicht mit einem Schnuller etwas Beruhigung schaffen. Das schadet der Gaumenentwicklung sicher nicht, Sie sollten aber die geeignete Schnuller-Grösse für Ihr Baby wählen. Wichtig ist natürlich, dass Ihr Baby irgendwann lernt, ohne Schnuller zu schlafen. Aber das kommt später noch.

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