Entwicklung Baby breit und hoch

Entwicklungsetappen Ihres Babys – Teil 2

Beginnt, feste Nahrung zu sich zu nehmen – 4. bis 5. Monat

Etwa nach vier bis fünf Monaten können Sie Ihrem Baby die erste feste Nahrung anbieten. Oft zeigt das Baby selbst, dass es reif dafür ist, indem es beispielsweise immer bei den Familienmahlzeiten ein riesiges Geschrei macht. Es signalisiert damit: ich will mitessen! Bieten Sie ihm ein Stück Weissbrot, Zwieback oder Knäckebrot an. Es wird daran herumlutschen und wahrscheinlich sofort Ruhe geben.

Etwa zu diesem Zeitpunkt können Sie Ihrem Baby auch den ersten Brei anbieten. Ihre Mütterberatung oder der Kinderarzt kann Ihnen sagen, welche Art Brei sie zu Beginn füttern können. Üblicherweise gibt es am Anfang leicht verdauliche Gemüsebreie. Verzweifeln Sie nicht, wenn es nicht gleich mit dem Füttern klappt. Das Baby muss erst lernen, die Mahlzeit vom Löffel in den Mund und von da mit der Zunge in die Speiseröhre zu befördern. Wahrscheinlich wird es den ersten Brei mit der Zunge wieder aus dem Mund herausbefördern. Das ist aber kein Grund zur Beunruhigung, nach ein paar Tagen werden sie schon grosse Unterschiede bemerken und ihr Baby wird schon das eine oder andere Gläschen leer gegessen haben.

Sollte Ihr Baby mit dem ersten Brei partout nichts anzufangen wissen, so empfehlen wir, ein bis zwei Wochen Pause einzulegen und es dann erneut zu probieren. Vor Ablauf der ersten sechs Monate besteht jedoch kein Grund zur Beunruhigung. Etwa mit einem halben Jahr wird Ihrem Baby jedoch die Muttermilch nicht mehr als Nahrungsquelle ausreichen und es muss sich dann langsam an Brei gewöhnen. Ihre Mutterberatung wird Sie bei Problemen gern beraten und unterstützen.

Sitzen – 5. bis 6. Monat

Etwa mit fünf Monaten wird Ihr Baby sitzen wollen. Im Gegensatz zur liegenden Position, kann es im Sitzen seine Umgebung besser beobachten und auch besser mit Spielsachen hantieren. Selbstverständlich kann sich Ihr Baby noch nicht selbst in die Sitzposition bringen. Aber wenn Sie es hinsetzen, wird es lernen, zunächst einige Sekunden selbständig zu sitzen. Mit der Zeit wird sich die Rückenmuskulatur weiter stabilisieren und Ihr Baby kann immer länger sitzen, ohne umzufallen.

Übertreiben sollten Sie es jedoch am Anfang noch nicht. Allzulanges Sitzen schadet der Rückenmuskulatur Ihres Babys. Setzten Sie Ihr Baby am Anfang nur für kurze Zeit und passen Sie auf, dass sich nicht verletzt wenn es aus der Sitzposition kippt. Erst etwa mit neun Monaten wird Ihr Baby selber sitzen können und dann ist auch sein Rücken reif genug dafür.

Krabbeln – 7. bis 8. Monat

Mit 7 bis 8 Monaten wird Ihr Baby anfangen mit dem Krabbeln. Dies ist der Beginn der selbständigen Fortbewegung und daher für Eltern und Baby ein bedeutender Meilenstein in der Entwicklung. Für Sie bedeutet dies ein Umdenken: von nun an ist nichts mehr vor Ihrem Baby sicher!

Das Krabbeln entwickelt sich meist allmählich. Zu Beginn robben die Babys auf dem Bauch durch die Wohnung oder sie schieben sich rückwärts übers Parkett. Ihr Baby wird seine Fortbewegungstechnik der Bodenbeschaffenheit anpassen. Auf sehr glatten Böden wird mehr gerutscht und geschoben, während auf dem Teppich eher eine Krabbeltechnik zum Einsatz kommt. Wundern Sie sich daher nicht, wenn Ihr Baby erst einmal verschiedene Techniken ausprobiert, auch wenn es nicht so richtig nach Krabbeln aussieht.

Es gibt auch Babys, die lernen nie krabbeln. Seien Sie auch hier nicht beunruhigt, das kommt gar nicht so selten vor. Meist lernen solche Babys dafür eher Laufen.

Der erste Zahn – circa mit 7 bis 9 Monaten

Der erste Zahn sorgt bei vielen Eltern für freudige Aufregung. Immerhin ist nun der Grundstein für richtig Nahrung gelegt. Ausserdem geben die ersten Zähnchen dem Babylächeln einen unvergleichlichen Charme! Wann Babys den ersten Zahn bekommen, iist sehr unterschiedlich. Uns sind Fälle bekannt, da kamen Babys bereits mit kleinen Zähnchen auf die Welt. Dies ist jedoch äusserst ungewöhnlich. Sehr frühe Babys bekommen mit 3-4 Monaten ihren ersten Zahn, die meisten Babys jedoch erst um den achten Monat herum. Das sogenannte “Zahnen”, bei dem die Babys weinerlich sind und ständig an etwas herumkauen wollen, ist indes kein Indiz auf einen baldigen Zahndurchbruch. Für die meisten Eltern kommt denn auch der erste Zahn völlig unerwartet. Meist wird er nur bemerkt, weil der Löffel beim Brei füttern plötzlich gegen etwas hartes stösst. Der erste Zahn ist meist der rechte untere Frontzahn. Aber auch hier gibt es Abweichungen. So können beispielsweise auch als erstes die unteren Eckzähne durchbrechen, was ein Drakula-ähnliches Aussehen verleiht. Meist folgen dem ersten Zahn in rascher Folge weitere Schneidezähne. Einzig die Backenzähne lassen oft etwas länger auf sich warten.

Sollten Ihnen bei der Zahnentwicklung Ihres Babys etwa ungewöhnlich vorkommen, so können Sie Ihren Kinderarzt konsultieren. Dieser kennt sich mit der Zahnentwicklung von Babys bestens aus und kann die Situation genau beurteilen.

Mit dem ersten Zahn sollten Sie auch langsam mit dem Zähneputzen beginnen. Das müssen Sie bei einem Zähnchen noch nicht übertreiben, aber sobald die ersten Zähne ausgewachsen sind, empfiehlt sich das abendliche Zähneputzen. Im Handel sind eigens für Babys Zahnpasta und -bürsten erhältlich. Die Babyzahnpasta dürfen die Kinder schlucken.

Stehen – ab dem 10. Monat

Das Stehen ist ein Prozess, der sich sehr langsam entwickelt. Etwa ab dem 10. Monat beginnen Kleinkinder, sich an Möbeln hochzuziehen und sie können dann stehen, solange sie sich an etwas festhalten können. Aus dieser Position können sie ihr Umfeld sehr gut einsehen und kommen an entfernt liegendes Spielzeug heran. In einem nächsten Schritt lernen sie nun, sich seitwärts an Möbeln entlang zu hangeln und können dadurch ihren Bewegungsradius erweitern. Die meisten Babys lernen dieses seitwärts Laufen etwa mit elf Monaten. Allerdings ist die Entwicklung von Kind zu Kind sehr verschieden. Es gibt Kleinkinder, die mit zehn Monaten bereits frei laufen können, andere wiederum können mit einem Jahr noch nicht stehen. Seien Sie also nicht beunruhigt, wenn Ihr Baby etwas länger braucht. Diese motorischen Fähigkeiten lassen keinerlei Rückschlüsse auf die geistige Entwicklung Ihres Babys zu.

Laufen – mit circa 1 bis 1.5 Jahren

Irgendwann zwischen dem 12. und dem 18. Monat lernen die meisten Babys laufen. Mit einem Jahr können die meisten Babys an einer Hand laufen und trainieren so ihren Gleichgewichtssinn. Auch das freie Stehen lernen Babys meistens erst nachdem sie ein Jahr alt sind. Laufen und Stehen entwickeln sich dabei parallel und sehr individuell von Kind zu Kind. Jedes Baby muss dabei seine eigene Strategie finden. Sie können Ihr Kind unterstützen, indem Sie es viel an einer oder beiden Händen laufen lassen (Vorsicht: Rückenschmerzen!). Je früher ein Baby laufen lernt, umso unsicherer und hüpfender sind seine Laufbewegungen. Lernt ein Kind erst sehr spät laufen, dann sieht das Laufen von Anfang an sicherer aus.

Viele Eltern können es kaum erwarten, bis ihr Kind laufen lernt. Sie können ihr Kind dabei unterstützen, indem sie es oft an der Hand laufen lassen und es eigene Erfahrungen machen lassen. Verzichten sollten Sie hingegen auf sogenannte Lauflernhilfen. Diese sind im besten Fall unnötig. Oft sind sie jedoch sogar gefährlich. Die Babys können sich durch Stürze oder Umkippen verletzten. In einigen Ländern sind derartige Lauflernhilfen bereits verboten. Lassen Sie ihr Kind selbst laufen lernen, das funktioniert schon seit Jahrtausenden sehr gut und es hat niemals Lauflernhilfen gebraucht. Das Einzige bewährte Laufspielzeug sind kleine Kinderbuggys. Die Kinder können dort ihr Spielzeug reinlegen und mit dem Buggy herumfahren. Diese Buggys sind auch bewährte Spielzeuge für kleine Jungs, obwohl es sie fast nur in Rosa gibt.

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Seite 1:   Entwicklungsetappen Ihres Babys in den ersten 5 Monaten

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